Durch Geflüchtete aus Syrien ist die Bevölkerung von Gaziantep um ein Drittel gewachsen. Stephen Burgen spricht in einem Artikel in The Guardian von einem „Modell der Toleranz und des Pragmatismus“.
Mali: „Wieder Massaker in Dogon-Dorf“
In Mali hat ein neues Massaker mindestens 38 Tote gefordert. Ein „terroristischer Angriff“ habe am Montag die Dörfer Gangafani und Yoro im Kreis Koro nahe der Grenze zu Burkina Faso getroffen, erklärte Malis Regierung am Dienstagabend und nannte 38 Tote als „vorläufige“ Bilanz.
Österreich: Geflüchtete im Hungerstreik fordern die Schließung eines Abschiebezentrums
Seit Montag, 03.06.2019 befinden sich mehrere Migrant*innen und Geflüchtete im Rückkehrzentrum des Innenministeriums am Bürglkopf in Fieberbrunn (Bezirk Kitzbühel), Österreich im Hungerstreik. Mit ihrem Protest machen sie auf die inhumanen Zustände im Abschiebezentrum aufmerksam und fordern dessen Schließung.
Sudan: Nächtliche Demonstrationen, Stillstand bei den Verhandlungen
Sudan’s protest leaders have called for nighttime demonstrations and marches in the capital, Khartoum, and elsewhere in the country, amid a tense standoff with the ruling military council over who should lead the transition after the removal of the autocrat Omar al-Bashir.
Atlas der Migration
Die Rosa Luxemburg Stiftung hat ihren neuen Atlas der Migration herausgegeben. Er kann hier heruntergeladen oder bei der RLS als Printausgabe bestellt werden.
Gier nach Repression gegen Seenotrettung
Die regierungsnahe italienische Tageszeitung Il Giornale startet mit zwei Artikeln eine Hetzkampagne gegen Seenotretter, die in Stil und Inhalt an die Demagogie der Nazi-Zeit erinnert. Hinter dem Elend steckten demnach die großen Manipulatoren – Padre Zerai und Alarmphone – und die Gold-Eier-NGOs.
Tunesien lässt nach 2-wöchiger Blockade 75 Boat-people an Land
Die 75 Boat-people, die das ägyptische Öl-Plattform-Versorgungsschiff „Maridive“ Ende Mai 2019 in dem Seegebiet vor Libyen und Tunesien gerettet hatte, können nach zwei Wochen Blockade vor dem Hafen des südtunesischen Zarzis an Land gehen und werden zunächst in der Stadt Sfax untergebracht.
Sie sind von Rückschiebung bedroht.
Die Gestrandeten in Moria
4.390 Menschen leben auf der griechischen Insel Lesbos im Lager Moria. Wenige erhalten Asyl. Einige werden in die Türkei geschickt. Manche versuchen es illegal nach Mitteleuropa. Doch die meisten können nur warten.
Bericht aus Zarzis als neuem Brennpunkt der Migration
Die 70.000-Einwohner-Stadt Zarzis im Südosten Tunesiens gilt als Hauptstadt der Migration. Tausende junger Männer haben sich von dort seit der Revolution 2011 auf Fischerbooten auf den Weg nach Europa gemacht. Selbst in der Illegalität verdient man in Frankreich weit mehr als die 200 Euro Mindestlohn, die ein Kellner pro Monat in einem All-inclusive-Hotel bekommt. Die Arbeitslosigkeit unter Akademikern liegt bei über 50 Prozent. Für diesen Sommer haben sich viele Familien Plätze auf den Booten nach Italien reserviert.
USA: Deportation der Papierlosen?
US-Präsident Donald Trump hat am Montagabend per Twitter angekündigt, die Zoll- und Einwanderungsbehörde ICE werde in der kommenden Woche damit beginnen „Millionen von illegalen Ausländern, die unerlaubterweise ihren Weg in die Vereinigten Staaten gefunden haben“, zurückzubringen.
