Europe in Limbo

Während diese Zeilen geschrieben werden – Ende Februar -, spitzt sich die Lage in Idomeni noch einmal dramatisch zu. 7000 Migrantinnen stehen vor dem Tor nach Mazedonien, einem doppelten Drahtzaun und einem Schützenpanzer gegenüber.

Kommentar: Fähren jetzt!

Ganz offenkundig kann das Elend der Passagen über das Mittelmeer, der Ertrinkungstod Tausender, mit vergleichsweise einfachen Mitteln abgewendet werden. Mit Fähren, von Izmir nach Athen, und von Alexandria nach Italien. Die Fähren fahren ja bereits, nur dass die Migrantinnen sie nicht nutzen dürfen.

Gegen die Verteilungsquoten

Natürlich sind die Migrantinnen in großer Not, aber sie werden in diese Not gebracht nicht nur durch die Abwehrstrategien der EU, den Zaun in Ungarn und nun auch noch die katastrophale Lage in Kroatien, sondern zugleich durch die Art, wie sie hier, in Österreich und Deutschland, behandelt und stigmatisiert werden.

Fünf vor Zwölf

Eine neue Eskalationsstufe ist erreicht. Während Orbán gestern in Brüssel den Dicken Mann markierte, wurden in Budapest 500 Migrantinnen in einen Zug gelockt, der sie nicht an die Grenze brachte, sondern in Bicske von der ungarischen Polizei zum Halten gebracht wurde.