Libyen: Migranten als Kanonenfutter

Die UN-Flüchtlingsorganisation hat Beweise dafür, dass beide Parteien im libyschen Bürgerkrieg Migranten in den Lagern nötigen, an ihrer Seite zu kämpfen. Wenn nicht, drohe ihnen unbefristete Haft. Die Rekrutierung erfolgt durch sudanesische Kombattanten, welche die Migranten vor die Alternative stellen: entweder ihr kämpft oder ihr bleibt für eine unbestimmte Periode eingesperrt. Lt. UNICEF gilt das auch für Kinder und Jugendliche.

Relaunch: Migration Control

Die ursprünglich von der taz aufgebaute Webdokumentation „Migration Control“ wird seit 2019 aktualisiert, überarbeitet und zu einem kooperativen Projekt weiterentwickelt. Beteiligt ist ein transnationales Netzwerk von antirassistischen Initiativen, NGOs und Forschungsgruppen aus mehreren Ländern.

Zum Libyen-Gipfel in Berlin

Zu den interessantesten Entwicklungen der Berliner Konferenz gehört, dass Außenminister Maas eine Wiederbeledung der Operation „Sophia“ ins Spiel gebracht hat – auch wenn er derzeit wieder zurück rudert. Damit müsste die EU auch wieder Verantwortung für die Seenotrettung übernehmen.

„Dörfer der Solidarität“ in Rom

Simona Pagano, „Nomadin-Sein“ im „Dorf der Solidarität“. Eine kritische Ethnographie zu Camps für Rom_nja in Rom“ ist im Universitätsverlag Göttingen erschienen. Die Publikation ist Open Acces. Als Dörfer der Solidarität werden insbesondere in Rom, meist mit Wohncontainern ausgestattete, eingezäunte Camps

Frontex

Anfang November hat der Rat der Europäischen Union eine Verordnung über die Europäische Grenz- und Küstenwache beschlossen. Sie sieht vor, dass die EU-Grenzschutzagentur Frontex mehr Personal und Ausrüstung erhält und Mitgliedstaaten unter anderem bei der Grenzkontrolle stärker unterstützen darf.