Mali, nach dem Putsch

Mali is now under the control of a junta which seized power in a putsch two weeks ago. Swathes of its territory are outside of the control of central authorities and years of fighting have failed to halt an Islamist insurgency that has claimed thousands of lives since emerging in 2012.

Tschad: „Der Marschall und die Menschen­rechte“

Frankreich und die EU stützen unter dem Deckmantel der Terrorabwehr die korrupte Regierung im Tschad. Die Liste massiver Menschenrechtsverletzungen des Regimes von Präsident Déby ist lang – und Europa sieht weg. Auf der Agenda steht die vermeintliche Bekämpfung der islamistischen Terroristen. Eine Operation im April 2020 namens „Colère de Bohoma“ am Tschadsee wirft besonders viele Fragen auf – wurden hier überhaupt Boko-Haram-Kämpfer getötet oder unbeteiligte Dorfbewohner in Gefangenschaft genommen?

„Task Force Takuba nimmt die Arbeit auf“

Am 27. März 2020 verabschiedeten die Regierungen von Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Frankreich, Mali, Niger, den Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, Tschechien und des Vereinigten Königreichs eine politische Erklärung, in der sie sich für die Schaffung einer Task Force innerhalb der von Frankreich geführten Operatione Barkhane aussprachen. Neben den erwähnten Ländern haben auch Belgien, Dänemark, die Niederlande sowie Portugal Truppen zugesagt.

Mali: Der Terror der Modernisierung

MINUSMA ist Teil eines Teufelskreises von Modernisierung und Terror. Wenn wir von dem eigentlichen „Kapital“ in Mali und im Sahel ausgehen, von der Mobilität und dem Erfindungsreichtum der Jugendlichen, weiblich und männlich, dann sollte die Sicherung der Mobilität für diese Jugendlichen im Zentrum der Debatten stehen. Diese Mobilität, die es ja gegen alle Widerstände gibt und auf die zu beziehen wir besser lernen müssen, ist Voraussetzung für die Entwicklung eines sozialen Horizonts jenseits von Patriarchat und Gewalt.

„Rote Zone“ Sahel

Die französische Regierung hat die rote Zone, in der von einem Aufenthalt dringlich abgeraten wird („formellement déconseillé de se rendre dans les zones rouges“) auf nahezu den gesamten Sahel ausgeweitet. „Les ressortissants français qui se trouveraient dans ces zones doivent