Mare Jonio und Sea Watch wieder im zentralen Mittelmeer

Die Mare Jonio der italienischen NGO Mediterranea soll in den nächsten Tagen wieder ihre Mission aufnehmen, nachdem sie acht Monate lang im Hafen von Trapani von den italienischen Behörden am Auslaufen gehindert wurde. Die Sea Watch hat bereits abgelegt. Beide Boote kehren zurück auf die zentrale Mittelmeerroute. In einer Pressekonferenz hat die Sprecherin von Mediterranea Saving Humans noch einmal die Einrichtung humanitärer Korridore gefordert, auf denen die Migranten sicher nach Europa kommen könnten, „ohne dass die Schiffe der NGOs zu ihrer Rettung zur See fahren müssen und ohne dass die Menschenhändler reich werden“.

Kanaren: Boat-people auf Gefangenenschiff

Im schmutzigen Lagerraum eines Schiffs im Hafen von La Luz sind derzeit über 70 Boat-people inPolizeigewahrsam nach ihrer Ankunft auf den Kanarischen Inseln untergebracht. Es gibt nur vier Chemie-Bäder und ein paar Matratzen auf dem Boden. Die Gewahrsamsmaßnahme wird mit Seuchengefahr (Coronavirus) begründet.

„The boat that disappeared“

Am 9. Februar erreichte das Alarm Phone ein Notruf von einem schwarzen Schlauchboot, das in Seenot geraten war. 91 Boat-people befanden sich an Bord. Das Boot war in derselben Nacht von Garabulli in Libyen aus gestartet. Nach knapp zwei Stunde brach der Kontakt zu den Boat-people ab, das Boot ist seitdem verschwunden. Was mit den Menschen geschehen ist, ist noch immer unklar.